Anfänge von Winterscheid

zwischen
1063 und 1083
Schenkungsurkunde des Abt Bischofs Albero, zählt Alf, Sellerich, Elcherath, Gondenbrett und Niederprüm auf, welche den Zehnt an den Liebfrauenstift in Prüm geben
Annahme: Winterscheid, sofern besiedelt, gehörte zu Prüm bzw. Alf
1185 bis 1212 Gerhard von Vianden, Abt von Prüm
Schutzvogt war der Graf von Vianden (weil geistliche Herrscher im Mittelalter keine weltliche Macht ausüben durften)
Annahme: Winterscheid gehörte zu Prüm; Teilgewalt des Grafen von Vianden [1]
um 1150 Grafen von Vianden bauten Burg von Schönecken
(erstmals 1249 urkundlich erwähnt)
1215 Schönberg (mit diesem Datum) auf einer Karte erwähnt (Karte von Hof- und Wildbann)
1222 Die Vogtsburg Schönberg inkl. Hof Amelscheid und der Schutzvogtei über Bleialf, Winterspelt und Sellerich wurde verlehnt an die Herren von Schönberg bzw. De Bellemonte (lt. Caesarius, Exabt, der das Urbar von 893 überarbeitete)
Annahme: Winterscheid besitzmäßig zu Prüm; Teilgewalt zu Schönberg; Winterscheid - Bleialf - Schönberg - Prüm [2]
1249 Manfred von Neumagen erhält Burg Schönecken als Lehen von Luxemburg [Anm.: als Unterlehen]
1264 nach vergeblicher Erbforderung setzt Heinrich von Schönecken seinen Onkel in Schönecken gefangen
1270 Heinrich von Schönecken (Erbe des Grafen von Vianden) verpflichtet sich die Güter zu luxemburgischen Lehen zu machen
1273 Herren von Schönberg üben Vogteigewalt im Gerichtsbezirk Bleialf aus; noch alles von der Abtei als Lehen
Streit zwischen dem Schutzvogt Heinrich von Schönecken und Joffried, Abt von Prüm
1274 und 1278 vergebliche Schlichtungsversuche
1279 auf neue Schiedsrichter geeinigt
1280 Schiedsspruch stärkt die Abtei
1286 Herren von Schönberg verkaufen eine ihnen zustehende Lieferung von Schafen aus dem Hof Bleialf an Prümer Abtei (Walter von Haren, Abt von Prüm); [nach wie vor Schönberg als Lehen]
1298 Gericht zu Rommersheim verbietet Grundbesitz im Hofbezirk Bleialf (d.h., kein Lehnsmann konnte erbliche Rechte geltend machen oder Land kaufen - im Sinne des fortdauernden Besitzes) [3]
1304 Erste urkundliche Erwähnung Winterscheids! Zeuge Hildebrandus de [aus, von] Winterscheid bei Urkunde genannt [4]
1306 bis 1307 Schönberg im Urbar der Grafschaft Luxemburg als Vasallen aufgeführt
[mindestens Schönberg zu Luxemburg; Schutzvogteigebiete fraglich]
1308 nach Ermordung Albrecht I wird Heinrich VII, Graf von Luxemburg, zum König gewählt
1347 Dietrich I, Abt von Prüm, verliert Abtei wegen Verschuldung an Trier
- 200 Jahre Zank, weil Besitzänderung nicht beim Papst registriert
Karl IV deutscher Kaiser
1370 Henri van Winterscheid Burgmann zu Blankenberg
1374 Karl IV übertrug die luxemburgischen Rechte an Schönberg an Kuno den Erzbischof von Trier [5]
1376 König Wenzeslaus bestätigt die Verfügung seines Vaters Kaiser Karls IV von 1374
1378 Diederich von Schönberg nebst Gattin und Söhnen, Gerhard von Schönberg und Johann von Schönberg sowie Diederichs Bruder, verkauften […] und 150 Gulden [Anm.: verpfändeten] aus ihrem Hofe Alf […] für 2000 Gulden [vermutlich bis 1397 verkauft bzw. verpfändet]
1390 Dietrich von Kerpen, Abt von Prüm (1355-1397), in Fehde mit Schloss Schönberg, erobert Schönberg [Annahme: Winterscheid - Bleialf - Prüm]
1393 Werner (Erzbischof) kauft Schönberg - zunächst nur für drei Jahre, behielt es aber weiter (lt. anderer Quelle verpfändete Dietrich einen Teil von Schönberg)
1423 Friedrich II von Schleiden, Abt von Prüm (1397-1426), ließ vom damaligen Inhaber des Schlosses Schönberg das Lehnsrecht anerkennen; beim Gericht des Hofes Bleialf ernannte der Abt 4 Schöffen der Herr von Schönberg nur 3 [6]
Annahme: Winterscheid - Bleialf - Schönberg - Prüm
14xx Erzbischöfe von Trier ziehen Schönberg als erledigtes Mannlehen ein und verpfänden es wiederholt (Ende des 15. Jh. an Markgrafen Christoph zu Baden, damaliger Gubernator - ähnlich. Gouverneur - des Herzogtums Luxemburg - setzte eigenes Gericht ein) vgl. Eiflia ill. 2.2, S 273: nach dem Tod von Johann von Schönberg (Sohn von Johann von Schleiden und Elsa von Schönberg) welcher 1411 in einer Urkunde genannt wurde (fehlende Quelldaten)
1502 Philipp von Schönberg (Herr von Hartelstein) Bündnis mit Adel und Städten des Erzstiftes Trier
1512 erste (bzw. älteste bekannte) Glocke von Winterscheid, (gefertigt von Heinrich von Prüm) [7]
1514 bis 1534 Georg von Stein zu der Neuerburg vom Wilhelm von Manderscheid, Abt von Prüm, mit Gütern zu Bleialf belehnt [8]
u.a.: Klaffenberg-Erbe [Anm.: Winterscheid ?]
1515 Erzbischof Richard löste Lehen ein und ließ es durch einen Amtmann verwalten (vgl. nach 1423…) [9]
1532 bis 1540 Johann von Schönberg († 1540), Amtmann zu: Hillesheim, Schönecken, Schönberg [10]
1541 Wilhelm von Manderscheid, Abt von Prüm (1513-1546), Malmedy und Stablo, schloss mit Johann Ludwig, Erzbischof zu Trier, einen Vergleich wonach Schönberg als Reichslehen anerkannt wird:
- Gerichtsbarkeit in den Vogteibezirken gemeinsam vom Abt und den kurfürstlichen Beamten (Kellner)
- bei Einsetzung von Schultheißen und Gerichtsboten hatte der kurfürstliche Amtmann mitzuwirken; Absetzungsrecht allein beim (Prümer) Abt
1543 - kurtrierischer Kellner von Schönberg Michel Beßlich
- Schreiben: „er habe vernommen, der Dreiherrenwald [in dem außer Trier, Schleiden und Luxemburg Anteile haben] solle zu Kohlen [Holzkohle] gemacht werden“; um 1580 bereits ausgebeutet [11]
1553 Christoph von Manderscheid, Abt von Prüm (1546-1576), Malmedy und Stablo, erhob Klage wegen Zollforderungen von Johann V., Erzbischof zu Trier [12]
1571 Neuer Vertrag zwischen Abt Christoph und Erzbischof Jakob (ausführlich siehe: Hof- und Wildbann)
1574 - Nachbesserung des Vertrags
1576 Erzbistum Trier übernimmt Abtei Prüm (Personalunion Erzbischof - Abt; beließ Status des Fürstentums; kurfürstliche Verwaltung bis 1794) [13]
- setzte Kellner ein; Prüm erhielt Lehngericht; erst 1714 kurtrierisches Landrecht
1581 bis 1601 Weistum Bleialf beschrieben (Hofbann und Wildbann); Gliederung: Amt Prüm, Hofbezirk Bleialf
1583 Die trierische Zeitrechnung wird zugunsten des Gregorianischen Kalenders aufgegeben [14]
1599 bis 1612 Hugo Augustin von Schönberg († 1612), Amtmann zu Schönberg, Schönecken und Prüm [Winterscheid - Bleialf - Schönberg - Prüm - Trier] [15]
1609 Pest in Prüm [16]
1613 Datum des Fenstersims der Kapelle
1618 bis 1648 30jähriger Krieg
1636 Pest in Prüm (Johann von Werth, Reiterführer, lag über Winter in Prüm)
1641 lothringische Truppen verwüsten (wörtlich ‚verherget‘) Bleialf [17]
1642 11. Juli 1642: Christoph Rasoris, Pastor in Bleialf beginnt mit Winterscheider Kapellenregister, nennt 15 Hausnamen
Joh. Wallmerath (Schultheiß ?) [18]
1648 Molitoris, Bleialfer Pastor führt weiter Buch
um 1649 62 Einwohner, davon 17 Kinder [19]
1656 15 Kapellenschafe [20]
um 1663 kurfürstliche Zusage an Niederlascheider und Bucheter die Winterscheider Mühle benutzen zu dürfen (weil diese näher war)
1670 Kellnerei Schönberg (vier westliche Hofbezirke)
1684 Kurfürst Johann Hugo von Orsbeck lässt Feuerbuch erstellen, demnach hatte Winterscheid 13 Feuerstellen [21]
1684 bis 1697 Franzosen besetzen die Abtei Prüm, Teile des Kurfürstentums Trier, St.Vith, Bitburg, etc. völlig zerstört; „Schloss“ Prüm zerstört
1685 Kurfürst führt ‚Schulzwang‘ ein [22]
1692 Französische Karte von Trier nennt Wyntersche, par le St.Sanson
um 1714 - Schäfer [Wanderschäfer] in Winterscheid
- Vagabundi in Winterscheid
1718 Feuer in Steffes Backhaus [verm. in Schweiler]
1719 weitere Glocke in Winterscheid (gefertigt von Edmund Pipin aus Köln) [23]
1728 Karte von Matthias Seutter nennt Wynterscheyt
1750 Meister Hieronimuis von Recht liefert und arbeitet für die Winterscheider Kapelle [24]
1752 bis 1758 Maler Moritz Faber und Sohn (Kirchenrechnung) [25]
1768 Johann Heinrich Molitor, Pfarrer († 1791)
1772 Anton Krost Frühmesser (maximal bis 1779)
1777 16 Hausstätten
1778 bis 1803 Johann Alois Lenz, Vikar für Schönberg, Winterscheid, Manderfeld und Rescheid
1779 91 Einwohner
1780 Schulhausneubau mit Lehrerwohnung [26]
1784 Johann Peter Feillen (vormals Schweiler) Frühmesser
Grenzbeschreibung von Kurfürst Clemens Wenzeslaus, Prinz von Polen und Sachsen:
- Oberamt Prüm (Diözesangrenze Trier/Lüttich) u.a. Bleialf unter geistlicher Gerichtsbarkeit (Kirchspiel) des Bischofs von Lüttich
1787 87 Einwohner
1788 97 Einwohner, davon 17 Schulkinder [27]
1792 Schulhausneubau
1794 bis 1813 französische Verwaltung [28]
bis 1796 Johann Peter Pint, Frühmesser
1796 Peter Thelen Frühmesser [29]
3 Maß Korn für eine Wochenmesse (an Bleialfer Pastor) [30]
1797 21. März 1797: gemäß Proklamation stellt die französische Verwaltung die Arbeit ein; Amtsführung wieder deutsch
1798 - KIöppelarmee: 30.10. bei Arzfeld; 28.10. Aktenvernichtung bei Schönberg
- neue Aufteilung der Region - für Winterscheid: [31]
  1. Saardepartement (Hauptstadt Trier)
  2. Arrondissement [Bezirk] Prüm
  3. Kanton Schönberg
  4. Maire Winterscheid
- Johann Reusch, Frühmesser
1799 Winterscheid eigener Standesamtsbezirk mit folgenden Orten: Winterscheid, Ihren, Alfersteg, Röttgen, Urb, Hemmeres, Elcherath, Wallmerath und Winterspelt
1801 09. Februar: Friedensvertrag zwischen Deutschland und Frankreich, linksrheinisches Gebiet blieb französisch (Rheinbund); wirtschaftlicher Aufschwung
1804 Maire Gorens erklärt die Kirche in Elcherath für überflüssig [32]
Einführung der Sommerschule (Schulpflicht)
1806 Maire Gorens leitet Wunsch der Elcherather zum Erhalt ihrer Kirche weiter [33]
1808 Schulbemühungen scheitern mangels Unterstützung
1813 bis 1814 Deutscher Befreiungskrieg (u.a. Rheinbundtruppen bei Napoleon)
1815 Wiener Kongress: Eifel wieder preußisch, Deutscher Bund gegründet
1816 bis 1865 vom 22. April 1816 bestand die Landbürgermeisterei Winterscheid
1816 und 1817 Missernten (auch 1843, 1845, 1846, 1847, 1879, 1881, 1882, 1884, 1885); ab 1816 Unterstützung durch sogen. Preußenhilfe [34]
1819 Wilhelm Fouchs, Frühmesser
1825 Schulpflicht in Preußens "neuen" Gebieten
1826 erste staatlich ausgebildete Lehrperson eingestellt
1827 170 Einwohner
1849 Cholera in Prüm [35]
1869 210 Einwohner
1870 und 1871 deutsch-französischer Krieg (31.10.1870 100000 Mann südlich von Trier); Rinderpest, schlechte Ernte, Pockenepidemie 1871 [36]
1872 Schulaufsichtsgesetz in Preußen (keine Kirchenabhängigkeit)
1882 31. Mai 1882: Auftragserteilung für Planung und Vermessung der Bahnstrecke Bleialf - St.Vith [37]
1888 01. Oktober 1888: Inbetriebnahme der Strecke Bleialf - St.Vith [38]
1900 196 Einwohner
seit 1900 jährliche Viehzählung
1905 222 Einwohner
1906 Grabhügel unbefugterweise aufgegraben; Aschekistenfund
1916 Februar bis August: Kampf um Verdun
Juni und Juli: Lebensmittelrationierung in Deutschland
Oktober bis Dezember:. Kampf um Verdun
1917 Glocke beschlagnahmt (01.03.: Beschlagnahmungsorder - Kommunalverbände mit Durchführung beauftragt [lt. Faas, am 25.07.]; am 15.08. nach Kall, dann eingeschmolzen) [39]
1918 Fliegerangriffe der Entente auf westdeutsche Grenzgebiete
1923 Zollhaus erbaut
1929 - August, vorzeitiger Abzug der Alliierten aus dem Rheinland (bis April 1930)
- Anschluss ans Stromnetz
1933 Bürgermeistereien Auw, Bleialf, Lascheid und Winterscheid aufgelöst und zu einem Amtsbezirk Bleialf zusammengeschlossen [40]
1934 RAD (Reichsarbeitsdienst) in Winterscheid tätig (Steinbruch)
1937 Waldbrand durch Funkenflug einer Lokomotive
1939 225 Einwohner
Anfang September Räumungsbefehl; offiziell 6-7 Wochen
1939 bis 1940 keine Züge zwischen Bleialf und St.Vith
1940 10. Mai: deutscher Einmarsch in Belgien
12. Mai: 263. Division z.T. in Winterscheid
1941 Dr. Dehn begeht Klafenberg (römische Spurensuche)
03.Dezember: Viehzählung im Kreis Prüm
1943 Kreis- bzw. Gauredner mit Durchhalteparolen
1944 11. September:  2. Evakuierung (inkonsequent)
13. September: Amerikaner erobern Winterscheid
1944 bis 1945 August 1944 bis 28. November 1945: keine Schule
1945 Lehrer Bläsius fängt an
1946 Frühjahr: elektrische Haus- und Überlandleitungen repariert; Anfang Mai Lichtfest [41]
15. September: Erste Gemeindewahlen
1949 01. Februar: Laienspiel der entlassenen Schüler
1950 234 Einwohner
1951 Schulhausmauer stürzt nachts ein
1952 Schulhausneubaubeginn
1953 Januar und Februar: starkes Schneetreiben [42]
mit Gesetz vom 12. Mai (Wirkung vom 1. Oktober) ist Winterscheid von Mützenich getrennt
1954 Grauwackebeilfund
1955 01. Juni: Lehrer Römpler fängt an
27. Juni: Schuleinweihung
1959 bis 1960 Wasserleitung verlegt
1962 bis 1964 Lehrer Dieter Nohn
April bis Juni Vertretung durch Herrn Barth
1964 bis 1966 Lehrer Kerst
1966 bis 1967 Lehrer Ernst Federspiel
1966 Milchunion Pronsfeld nimmt Arbeit auf
1969 Fernsehverstärker Schneifel (Füllsender)
1970 190 Einwohner
Fremdenverkehrsstatistik: 12 Gäste, 180 ubernachtungen
Winterscheid gehört nun zur Verbandsgemeinde Prüm
1971 Fremdenverkehrsstatistik: 8 Gäste, 80 ubernachtungen
1972 Fremdenverkehrsstatistik: 12 Gäste, 98 ubernachtungen
1973 Der Bullenhalter, Landwirt Haas, forderte für die Haltung der zwei Bullen ein höheres Pflegegeld, was die Gemeinde dazu veranlasste die Bullenpflege neu auszuschreiben; da sich niemand dazu bereit erklärte schloss sich Winterscheid 1974 offiziell der Besamungsstation an
31. März: Schließung der Poststelle Winterscheid; danach Eröffnung der "Öffentlichen Fernsprechstelle" im Privathaus Wagner
1974 52 ausgestellte Lohnsteuerkarten; 37 kamen zurück
04. März: Goldene Hochzeit von Nikolaus Peters und Elisabeth Peters, geb. Arens
1975 Gemeinderat beschließt aus Mitteln der Jagdgenossenschaft einen Klauenpflegestand anzuschaffen
1977 August: bei aufgefundenem Fuchs wurde Tollwut festgestellt
1978 Feuer bei Familie Spoo; Scheune abgebrannt
Theatergruppe Winterscheid führte in ehemaliger Schule zwei Luststücke "Willi auf Abwegen" und "Oh diese Männer" dreimal auf (14.01. um 20.00 Uhr, 15.01. um 14.00 Uhr und 20.00 Uhr)
4. Mai: Glockenweihe einer renovierten Glocke
1980 166 Einwohner
1987 169 Einwohner
1990 176 Einwohner
Februar: Wald-Sturmschäden
1992 Gasexplosion bei Frau Zons
1993 179 Einwohner
1994 25. September: Dorffest im Gemeindehaus
kleiner Waldbrand durch Blitzeinschlag
1996 08. Februar: kleines Feuer bei Wangen in der Räucherkammer, Schinken verbrannte
1997 Dezember: Wasserleitungsinstandsetzung (Hells hatten Silosickerwasser in der Wasserleitung); neue Hauptleitung (Richtung Hockelmann - Hell; alte Leitung Richtung Valentin Reusch - Hell stillgelegt)
1998 März bis April: neues Buswartehaus erbaut
Mai: eine Kuh von Scheuerns wurde wild und rannte panikartig umher; bei der Hilfeleistung verletzte sich Hockelmann Hans an der Hand; die Kuh konnte schließlich in den Stall getrieben werden
1999 Am Abend des 29.06. fliegt ein Rettungshubschrauber des ADAC Dominik Palzer ins Krankenhaus weil kein Rettungswagen kommen konnte
2002 21.12.: Feuer bei Schmitz in Winterscheid; wurde durch Freiwillige Feuerwehr gelöscht
 

[1] Q 11, S. 190
[2] Q 6, S. 24
[3] Q 17, S. 1155
[4] Q 37, S. 23 Fn.: „Orig. d. d. 1304, fer. 3. post bei Nicolai conf. Pergament (Siegel fehlen) im StA. Coblenz, Urkdd. Fürstent. Prüm (Staatsarchiv). Der Verkäufer ist Sybodo de Werrot, filius quondam Gerardi dicti Marbasz; unter den Zeugen sind Hildebrandus de Winterscheit, Henricus dictus Fevrmann de Brantscheit, Hildebrandus de Haldinvelt, Fredericus de Haldinvelt filius quondam Gobellini de Brantscheit, dominus W. miles de Langinvelt, unter den Sieglern Lambertus investitus ecclesie de Alve.“
[5] Q 6, S. 24
[6] Q 82 berichtet über die Hochgerichtsbarkeit von Bleialf [ca. 1500-1576]: „Westeifel: Für den Bereich von Sellerich bis zur Our, von Winterspelt bis Laudesfeld hatte das Hochgericht Bleialf seine Zuständigkeit. In diesem Gerichtsbezirk übte der Abt von Prüm als Landesherr oder sein Vogt die Gerichtsbarkeit aus. Ihnen stand also das Recht auf Ergreifung eines Missetäters zu, der darauf in das nächste ‚feste‘ Gebäude zu bringen war. Zu den Verpflichtungen des Abtes gehörte es, den Gefangenen sechs Wochen und zwei Tage zu beköstigen; der Vogt, in Schönberg residierend, musste dann nochmals für zwei Wochen und einen Tag für ihn aufkommen. Vor dem Gerichtstermin brachte man den Täter in ein Gefängnis, möglicherweise in den Bleialfer Kirchturm oder in das Verlies der Schönberger Burg. Wehrpflichdge Männer, ‚Zwerschaften‘ genannt, hatten den Gefangenen zu bewachen. Entfloh der Häftling, musste die Wache für ihn ins Gefängnis. Auch der Ablauf des Gerichtsverfahrens war in Bleialf genauestens geregelt. Der ‚Baumeister‘, eine Person dem Schultheißen entsprechend, stieß vor Prozeßbeginn dreimal in ein Horn. In anderen Eifelgebieten zeigte eine Glocke den Beginn der Sitzung an. Nach dem Hornsignal folgten die Bauern dem ‚Baumeister‘ mit Sensen, Messern, Dreschflegeln, Gabeln und Schwertern. Dieses, aus der Ritterzeit überlieferte Relikt des Heereszuges, war die einzige Gelegenheit, sich zu bewaffnen. Bevor der Gefangene zur Gerichtsstätte geleitet wurde, musste er sich der öffentlichen Prangerstrafe beugen. Hiernach nahm ihn der Gerichtsbote von Sellerich in seine Obhut und brachte ihn zur Gerichtsstätte. Bleialf, Winterspelt und Sellerich stellten je sieben Schöffen. Das Gericht erkannte den Prümer Abt als den ‚schweigenden Richter‘, den Vogt von Schönberg als ‚redenden Richter‘ an. Die Todesstrafe wurde auf dem Alfferberg vollzogen, wo der Galgen stand.“
[7] Q 6, S. 68
[8] Q 19 Graf Wilhelm von Virneburg starb 1487 auf der Neuerburg ohne Erben; Schwager Graf Kuno von Manderscheid übernahm Neuerburg, vgl. Q 14
[9] Q 6, S. 24
[10] Q 12, S. 377
[11] Q 19
[12] Q 82 schreibt über die lang anhaltenden Streitigkeiten: „Nicht immer endeten solche Übergriffe für die Betroffenen tödlich, wie ein Vorfall in Winterspelt 1562 zeigt. Das Beispiel verdeutlicht ebenso, dass die hohe Geistlichkeit vor kriminellen Aktivitäten nicht zurückschreckte, wenn es um Macht oder Machterhalt ging. Die Geschichte des ehemaligen Kreises Prüm war vom 14. bis 16. Jahrhundert durch Machtstreitigkeiten zwischen dem Kurfürstentum Trier und der Fürstabtei Prüm gekennzeichnet. Als die Trierer Erzbischöfe den Bereich der Abtei Prüm in ihre Interessensphäre einzubeziehen versuchten, entwickelte sich der Machtkampf. Sogar das Reichskammergericht in Speyer wurde angerufen. Durch den Bericht des Kammergerichtssekretärs werden uns die Einzelheiten vor Augen geführt: Abt Christoph von Prüm und Stablo hatte Klage gegen den Erzbischof Johann von Trier erhoben. Sieben wohlbewaffnete Reiter des Kurfürsten waren in Winterspelt und somit in den Herrschaftsbereich des Abtes eingedrungen. Zwei von ihnen stiegen vor der Behausung des dortigen Schultheißen ab und machten es sich bei Tisch und Wein gemütlich. So nebenbei erkundigten sie sich, wo man den Schultheißen antreffen könnte, der sich nicht im Haus befand. Währenddessen hielten sich die fünf Mitgesellen in einem Wald versteckt, Nachdem die Kundschafter erfahren hatten, dass der Schultheiß mit seinem Gesinde auf einem Feld beschäftigt sei, ritten die beiden dorthin. Beim Heranreiten feuerten sie mehrere Schüsse ab. Für die hinter Hecken versteckten Mitgesellen war das die Losung, und die sieben Reiter sprengten zusammen über das Feld und nahmen den Schultheiß ‚mit stattlicher Gewalt‘ gefangen. Daraufhin schleppten sie den Gefangenen ins kurtrierische Schönberg, wo die Übeltäter ihn in ein ‚sehr böses Loch‘ warfen. Dort lag der Schultheiß ‚ellendisch‘ sieben Tage. Noch katastrophaler waren die achteinhalb Wochen Gefangenschaft in einem Turmverlies, wo er wie ein Tier auf Stroh darniederlag, bis er erkrankte. Erst eine Zahlung von 36 Talern sollte dem Schultheißen die Freiheit wiederbringen. 12 Taler entrichtete er sofort, die Restzahlung wurde verbürgt. Damit nicht genug, auch der Schwiegersohn musste 12 Taler bezahlen, weil dessen Söhne mit dem Schultheißen im Trierischen gejagt hatten. Außerdem führten die Reiter acht Hasennetze und drei Jagdhunde mit sich fort, die dem Abt gehörten. Die Klageschrift des Abtes endet mit dem Vorwurf, der Kurfürst habe in seinen Herrschaftsbereich eingegriffen und den Schultheiß rechtswidrig entführt. Aus dem Antwortschreiben des Trierer Bischofs entnehmen wir, wie könnte es anders sein, einen gegenteiligen Standpunkt. Er beantragte, die Klage zurückzuweisen. Hierzu führte er aus, dass die Kurfürsten seit Menschengedenken die Herrschaften Schönecken und Schönberg in Besitz gehabt hätten. Damit besäßen sie auch die Vogteirechte über das gesamte Gebiet der Abtei Prüm. Demzufolge liege die hohe Gerichtsbarkeit in seinen Händen, und dem Abt stehe nur die Niedergerichtsbarkeit zu. Vom Dorf Winterspelt wurde behauptet, dass es zwar zur Abtei gehöre, aber gerichtsmäßig zur Vogtei Schönecken. Somit seien der Schultheiß und sein Schwiegersohn wegen Amtsanmaßung und Jagdfrevel zur Rechenschaft gezogen worden. Der Abt bestritt jedoch diese Deutung der Vogteirechte und sah sich weiterhin als Herr von Winterspelt. Das Urteil des Kammergerichts liegt leider den Prozessakten nicht bei. Wie die erwähnten Delikte zeigen, berichten die Quellen vom 14. bis zum 16. Jahrhundert überwiegend von Auseinandersetzungen der Obrigkeit.“
[13] Q 12, S. 52
[14] Q 16
[15] Q 12, S. 377
[16] Q 6, S. 13
[17] Q 6, S. 14
[18] Q 6, S. 845
[19] Q 6, S. 831
[20] Q 6, S. 845
[21] Q 6, S. 10
[22] Q 6, S. 123f
[23] Q 6, S. 68
[24] Q 6, S. 65
[25] Q 6, S. 65
[26] Q 6, S. 846
[27] Q 6, S. 846
[28] Q 1
[29] Q 6, S. 848
[30] Q 6, S. 837
[31] Q 6, S. 142
[32] Q 6, S. 857
[33] Q 6, S. 858
[34] Q 7
[35] Q 6, S. 17
[36] Q 6, S. 17
[37] Q 13
[38] Q 13
[39] Q 6, S. 67
[40] Q 18
[41] Q 14, S. 210
[42] Prümer Land 87, S. 4

©2006-2016 Cornelia Rickal